Amphibien
Knoblauchkröte
Die in Oberösterreich äußerst selten vorkommende Lurchart tritt nur mehr vereinzelt in kleinsten Populationen, außer im Machland, auch noch im Eferdinger und Linzer Becken auf. Sie bevorzugt sandige, also leicht grabbare Böden, jedoch lebt die Knoblauchkröte auf (in) lehmigen Böden. Als Laichgewässer werden die in den Donauauen noch zahlreich* vorkommenden Stillgewässer wie Tümpeln und nährstoffreiche, mit Schilfrohr bewachsenen Weihern und Altarmen aufgesucht.

Knoblauchkröte
Laichgewässer
Stillgewässer
(Pelobates fuscus)
bei der Entenlacke
auch hier Laichen sie ab
Da die Knoblauchkröten bei ihrer Wanderung zu den Laichplätzen zwischen Hofkirchen und Wetzelsdorf bei Saxen die stark befahrene Bundesstraße 3 überqueren müssen wird jedes Jahr im Frühjahr ein Amphibienzaun von der Straßenmeisterei Grein aufgestellt und von Anrainer betreut. Dadurch kann ein wichtiger Beitrag zur Artenerhaltung, der in Oberösterreich vom Aussterben bedrohten Lurchart, erbracht werden.
* Durch die beabsichtigte Gewässervernetzung im Zuge des Hochwasserdammbaues (die durch Ausbaggerungen der Altarme erreicht wird) wird sich massivst negativ auf die verschieden Lurchenarten und auch auf den Mikrokosmos auswirken. Mann muss sich einmal Vorstellen wie viele Millionen Kleinstlebewesen dadurch umkommen.