Südwestlich von Konstanz liegt im Kanton Thurgau die Gemeinde Tägerwilen. Zwischen Tägerwilen und der Deutsch-Schweizer Grenze liegt das Tägermoos. Es handelt
sich um eine weite Ebene zwischen dem Grenzbach zur Stadt Konstanz und
der dörflichen Siedlung. Der grösste Teil dieses einstigen Sumpf-
und Weidegebietes ist heute ein fruchtbares Ackerland mit Gemüsebau.
Es ist grösstenteils im Eigentum der Stadt Konstanz. Der Erwerb durch
die Stadt aus ehemals meist klösterlichem Eigentum als Vorgelände
zur Sicherung ihrer Mauern und Gräben lässt sich urkundlich
in der Zeitspanne von 1245 bis 1560 nachweisen. |
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1798 wurde
der Thurgau frei, alle landvögtlichen, landgerichtlichen und gerichtsherrlichen
Rechte wurden aufgehoben, allerdings nicht die über das Tägermoos.
Offenbar hatten die Schweizer dem damals noch unbesiedelten Gebiet in
diesen Belangen nicht die nötige Aufmerksamkeit geschenkt. So entstanden
mit der Zeit und der Fruchtbarmachung des Mooses Streitigkeiten über
hoheitsrechtliche Befugnisse. Auch die politische Zuordnung zu einem schweizerisch
verankerten Gemeindegebiet unterblieb, sodass ein Zustand entstand, der
noch heute auf einen staatsrechtlichen Entscheid wartet. 2002 wurden Verhandlungen aufgenommen, um die Rechtsverhältnisse im Tägermoos in eine zeitgemässe, für alle Beteiligten vorteilhafte, neue Ordnung zu überführen. (Vielen Dank an Bernhard Luerssen für den Hinweis) |
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