Die
Saalforste in Tirol gehören seit 1228 zu Bayern. Teile davon könnte
man auch als Enklaven bezeichnen. Allerdings dreht es sich bei den Saalforsten
nur um Bayrisches Eigentum und nicht um Bayrisches bzw. Deutsches Hoheitsgebiet
innerhalb Österreicher Grenzen.
Die heute auf österreichischem Gebiet liegenden Saalforste waren schon um 1228 herzoglich Bayrisches Territorium. 1529 wurden diese Besitzverhältnisse per Staatsvertrag zwischen dem Kaiserreich Österreich und dem Königreich Bayern besiegelt. "Die Saalforste gehören auf unwiderrufliche Zeiten zu Bayern" heisst es darin. Diese Abmachung ist der älteste noch geltende Staatsvertrag in Europa...
...was in finanzieller Bedrängnis befindliche Politiker nicht davon abhält, über eine schnelle Mark bzw. einen schnellen Euro nachzusinnen, der durch eine Beendigung des unwiderruflichen Zustands, sprich einen Verkauf der Staatswälder, zu machen sein könnte.
Kritischere Stimmen befürchten aufgrund solcher Vorschläge gar ein politisch motiviertes Bestreben, mittelfristig alle staatlichen Wälder zu verscherbeln und die mit dem Schutz der Wälder beauftragten Forstämter zu zerschlagen, andere Stimmen mahnen an die Erfahrungen mit zurückliegenden Verkäufen von Staatswald zugunsten der seinerzeit wirtschaftlich in Bedrängnis geratenen Maxhütte. Heute sind weder die seinerzeit verkauften Wälder noch die Maxhütte in Besitz des Landes Bayern, da die Maxhütte im weiteren Verlauf der Ereignisse unterging.
(Vielen Dank an Robert Kern für den Hinweis und die gescannte Karte).