Bereits 1476 wurde Ifni erstmals von Spanien annektiert. Doch nur 48 Jahre später wurde es 1524 zurückerobert.
Erst 1860 gelangte Ifni im Zusammenhang mit dem Vertrag von Tanger wieder unter spanische Kontrolle. Das Gebiet umfasste 1502 km². Wichtigster Industriezweig war die Fischerei.

In den Fünfziger Jahren machte der spanische Anteil an der Bevölkerung Ifnis etwa 60% aus.

Nachdem Frankreich und Spanien im Jahre 1956 Marokko in die "Unabhängigkeit" entlassen hatten, behielt Spanien neben den Enklaven Ceuta und Melilla, die noch heute zu Spanien gehören, einige weitere Protektorate auf marokkanischem Territorium: Ifni und die West-Sahara, die Spanien erst 1974 abtrat.

Ifni befand sich nördlich der West-Sahara. Anfangs tolerierten die Spanier nationale Unabhängigkeits- bestrebungen der einheimischen Bevölkerung, als diese jedoch zu bewaffneten Überfällen überging, griffen im Oktober 1957 ca. 8.000 spanische Soldaten Stellungen der Guerilleros an. In der Folge von Vermittlungen übergab Spanien im April 1958 offiziell Ifni an Marokko, das es vertraglich allerdings erst 1969 und nach einer Blockade erhielt.

Bis heute ist Sidi-Ifni, die Hauptstadt des Gebietes, die auch Sitz des Gouverneurs von Spanisch Sahara war, durch spanische Architektur dominiert und hat den Ruf, die romantischste Art Deco-Militärstadt zu sein.