In der Stadt Ouidah in Benin befindet sich das Fort 'São João Baptista de Ajuda'. Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich dabei um eine portugiesische Hinterlassenschaft. Auch der Name Ouidah leitet sich von einem Teil des Namen des Forts "Ajuda" ab.


Vielen Dank für die Graphik an Brendan Whyte



Zu Zeiten des Sklavenhandels spielte das Fort eine wichtige Rolle, sicherte es doch den grössten und wichtigsten Hafen an der Sklavenküste. Es wurde 1680 von den Portugiesen erbaut.

Nach dem Verbot der Sklaverei 1807 verlor das Fort seine Bedeutung und obwohl Portugal seine Ansprüche prinzipiell aufrechterhielt, wurde das Fort im 19. Jahrhundert mehrfach aufgegeben.

1891 wurde Dahomey von Frankreich erobert, was dazu führte, dass das portugiesisch beanspruchte Gebiet sich auf das von den Fort-Mauern umschlossene Gebiet reduzierte. Trotzdem bestand Portugal auch weiterhin auf seinem Eigentum.

1960 bekam Benin/Dahomey von Frankreich die Unabhängigkeit, 1961 wurde das Fort von Benin/Dahomey anektiert. Vor der Annexion war das Fort die wohl kleinste anerkannte separate politische Einheit der Welt. Bei der Zählung 1921 hatte es nur 5 Einwohner.

Portugal akzeptierte die Annektion aber erst 1985 und unterstützt seitdem die Instandhaltung eines Museums in den Räumlichkeiten des Forts.

Zurück