pfeilunten.jpg (824 Byte)   Der hundertjährige Kalender   

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Das Jahr 2008

FRÜHLING
Der Frühling ist gewöhnlich trocken, rau und kalt. Man soll große Sorgfalt anwenden, dass die Schafe nicht auf die Saatäcker gehen, sonst wird gar wenig wachsen. Dieser Frühling hat viel Reif, raue, wilde Luft bis zum 8. Juni, die dem Weinwuchs und allen Früchten schädlich ist.
SOMMER
Der Mars hat unter allen Planeten den hitzigsten Sommer, bisweilen kann, wenn auch nicht immer, die Sonne das dürre Holz in den Wäldern vor großer Hitze anzünden. Es sind nicht allein die Tage sehr heiß, sondern auch die Nächte sind sehr warm; Flüsse und Brunnquellen werden klein.
HERBST
Der Herbst ist unterschiedlich, bisweilen mehr trocken als feucht. Wenn das geschieht, so wächst ein besonders guter Wein. Öfter aber ist er kühl und nass. Vor dem Advent wird es kaum Schnee geben, obwohl es im Oktober manchmal friert. Der November ist größtenteils warm.
WINTER
Der Winter ist ziemlich kalt und mehr trocken als feucht, ganz unbeständig bald große Kälte, bald Regen, bald Schnee, fast durch und durch.

Das Jahr 2007
Das Saturnjahr fängt an am 20. März, es ist ein kaltes und feuchtes Jahr. Obschon zu gewissen Zeiten ziemlich trocken, ist es doch meistens, besonders im August und erbst, mit Regen angefüllt und daher ein kaltes, ungeschlachtes Jahr.
FRÜHLING
Der Frühling ist ganz trocken und bis in den Mai hinein sehr kalt. Denn wenn sich auch der April anfänglich etwas zur Wärme anlässt, so fällt doch wieder Kälte ein bis in den Mai, in welchem die Tage schön, die Nächte aber kalt sind und daher große Dürre entsteht. Bisweilen gibt es einen Wetterregen, aber auch schädlichen Reif. Zum Ende zu zeigt sich ein ziemlich annehmliches und warmes Wetter, mit Regen vermischt. Gras und Blumen kommen spät.
SOMMER
Der Sommer ist meistenteils kalt, und der August alle Zeit für ein paar Wochen mit stetigem Regenwetter versehen und daher unfruchtbar. Doch ist der Heumonat, der Monat Juli, über die Hälfte sehr warm und schön, im Übrigen aber feucht. Sturmwind und Platzregen gibt es besonders dann, wenn der vorhergehende lunarische Sommer warm gewesen ist.
HERBST
Der Herbst ist auch sehr kalt und feucht, es gefriert zeitig und doch folgt bald wieder großes Regenwetter. Wenn die Hälfte des Oktobers vorüber ist, fängt große Kälte an. Im November ist es feucht un ziemlich warm.
WINTER
Der Winter ist anfänglich feucht mit Regen und großen Güssen. Gegen den 20. Dezember wintert es zu - mit viel Schnee und Kälte, bis in den April hinein.

Das Jahr 2006 

Der Frühling 2006 nach dem 100jährigen Kalender
Der Frühling ist sehr feucht und daneben warm, doch mit unterlaufenden Frost. Der ganze März bleibt kalt, der April kommt von Anfang bis gegen den 14. mit viel Regen, an schönen warmen Tagen können zwei oder drei unterkommen. Dann ist es etliche Tage rau und kalt, danach wieder schön. Gegen Monatsende regnet es wieder.

Der Sommer 2006 nach dem 100jährigen Kalender
Der Sommer ist recht warm, doch spät und kurz. Öfter aber ist er kalt und bis nach Bartholomäus (24. August) nass. Ahnlich fängt auch der September an, der von 7. bis 14. starken Reif und Frost mitbringt, im Übrigen bald feucht, bald schön und warm ist.

Der Herbst 2006 nach dem 100jährigen Kalender
Der Herbst ist kalt, anfänglich auch feucht und unbeständig. Vom 14. Oktober an wird es sehr kalt und friert beständig mit unterlaufenden Schnee und etwas Regen. Der November fängt an mit starkem Regen, danach gefriert es, nach der Monatsmitte wird das Wetter milde, gegen das Ende wintert es recht zu.

Der Winter 2006 nach dem 100jährigen Kalender
Der Winter ist anfangs mittelmäßig kalt, danach ganz feucht und regnerisch. Der Dezember bringt bald Schnee, darauf große Güsse. Nach dem 20. ist es ziemlich kalt, doch trüb bis 12. Januar. Danach wird es etwas mild, es kommt wieder eine Kälte bis zum 25., dem große Wassergüsse folgen. Es wird jetzt wieder kälter, dann fallen ab Anfang Februar wieder heftige Wassergüsse, denen viel Schnee und nach etlichen Tagen wieder heftige Regengüsse folgen. Der März ist anfänglich rau und kalt, danach sehr warm. Viele Tage sind hell, kalt und rau. In diesem Winter sterben viele Schafe und auch Bienen.

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Jänner 2006
Das vorige Wetter dauert bis zum 11. Vom 12. bis 18. trüb, mild, weich. Am 19. harter Frost, danach hell und kalt bis zum 24. Am 25. fängt es an zu regnen, taut auf, am 27. und 28. große Regengüsse, danach bis zum Ende des Monats still und leidliche Kälte.
Februar 2006
Am 1. großer Wind, den 2. und 3. Regen und Güsse. Vom 4. bis 10. trüb und mild, bisweilen nieselt es. Am 12. und 13. grausamer Wind, am 14. Schneefall. Am 15. und 16. jagen Wind und Regen den Schnee hinfort. Vom 17. bis 19. trüb, warm mit Wind und Regen. en 20. und 21. ist es schön, 22. und 23. etwas rau und windig. Vom 24. an herrlich schöne Tage bis zum Ende des Monats.
März 2006
Vom 1. bis 5. rau, windig und ziemlich kalt. Den 6. nachmittags warm wie im Sommer. Das dauert bis zum 9. und 10., dann kalter Regen. Vom 11. bis 16. schöne Tage mit etwas Wind, vom 17. bis 24. allzeit früher Frost, dabei hell und rau.
April 2006
Vom 1. bis zum 9. windig, trüb, Regen. 10. und 11. sind schöne warme Tage, am 12. und 13. starker Regen, 14. bis 20. rau und kalt, vom 21. bis 25. schönes Wetter, etwas windig. Vom 26. bis 31. Regen.
Mai 2006
Fängt mit herrlich schöner ind warmer Zeit an. Bis zum 9. sehr große Hitze wie in den Hundstagen. 10. bis 13. Regen, 14. und 15. schöne Tage. 16. Regen, danach kalt. Den 23. viermal Hagel und sehr kalt, den 24. Reif und Eis. 25. bis 27. starker Regen, 28. und 29. kalt, 30. und 31. schön warm.
Juni 2006
Beginnt mit herrlich schonem Wetter bis zum 4., den 5. großer Nebel, am 6. starker Regen. Danach schön warmes Wetter, zweimal mit ein wenig Regen vermischt. Am 27., 28. und 29. Regen, die Nacht des 30. ist sehr kalt.
Juli 2006
Es geht mit Nebel an, 2. bis 5. unbeständiges Wetter mit Regen, 7. bis 13. windig, kühl, bewölkt mit Sonnenschein. 14. großer Platzregen, danach schwül und schön warm bis 31., an dem zwei Stunden lang regnet.
August 2006
Bis zum 8. schön und sehr warm, 9., 10. und 11. Regen und trüb, 12. bis 20. große unleidliche Hitze, 22. bis 26. Regenwetter, 27. bis zum Ende schön heiß.
September 2006
Schön und warm bis zum 6. Am 7. gibt es frühen Reif, dass das Gras gefroren ist. Dies bleibt so bis zum 13., da kommt das Eis. Am 14 starker Regen, am 15. und 16. schön. Am 17. ganzer Tag Regen, danach wieder schön bis zum 21., von da an trüb und Regen bis zum Ende.
Oktober 2006
Unbeständig bis zum 13., vom 14. bis 22. sehr kalt und durchgehend harter Frost in einem Stück. Am 23. und 24. wenig Regen und etwas Frost, am 26., 27., 28. Regen und Schnee immerfort, am 29. und 30. kalt und Frost. A 31. Regen.
November 2006
Vom 1. bis 5. starker Regen, vom 6. bis 20. hell und kalt, Frost. Am 12. gibt es in der Früh Glatteis und abends Nebel. Am21. bis 28. mild, am 29. gefriert es und wintert zu.
Dezember 2006
Am 1. kalt, am 3. Schnee, vom 4. bis 10. viel und andauernd Regen, wie auch am 11. und 12., wo es Tag und Nacht stark regnet. Am 13. bis 19. trüb ohne Regen und warm, am 20. fällt ziemlich Schnee. Vom 21. bis Ende des Monats ziemlich kalt und mehr trüb als hell.
 



Das Jahr 2005

Der Frühling 2005 nach dem 100jährigen Kalender
Der ausgehende März ist warm, die Wiesen fangen an zu grünen. Der April ist bis zum 24. trocken, kalt und ungeschlacht, danach schön lieblich und warm. Der Mai hat nach dem Anfang etliche raue Tage, danach wird es bisweilen warm und schön; öfter aber ist der ganze Frühling in der zweiten Hälfte kalt, rau und unmild, dass der Wein friert. Desgleichen können die Gartenfrüchte nicht so recht vorankommen.
Der Sommer 2005 nach dem 100jährigen Kalender
Im Sommer hat es ziemlich viel Regen, von dem die Erde jedoch nicht recht erquickt wird. Es gibt immer schöne Tage zwischen dem Regenwetter, dass Heu und Getreide hereingebracht werden können; doch muss man vorsichtig sein und nicht säumen.
Der Herbst 2005 nach dem 100jährigen Kalender
Der erste Teil des Herbstes hat viel Regen und frühen Reif und Frost; wenn aber die Hälfte des Oktobers vorüber, so fällt endlich schönes trockenes Wetter ein und währet bis zum Anfang des Advents, wiewohl inzwischen bisweilen ein Reglein sich einmischt; deshalb braucht man sich sowohl mit der Weinlese und der Herbstsaat nicht so sehr zu eilen.
Der Winter 2005 nach dem 100jährigen Kalender
Nach dem annehmlichen, schönen Herbst kommt anfangs Dezember der Winter. Es schneit zuerst auf den nassen Boden, danach gefriert es zu. Es herrscht große Kälte und Schnee bis in den Februar, der sich recht milde anlässt. Mitte Februar schneit es wieder zu, und es ist große Kälte bis gegen den 4. März. Danach wird es wieder milder, schneit aber gleich wieder zu; bis Ende März ist wieder große Kälte, gegen das Ende große Sturmwinde. Man muß genügend Futter herschaffen.

JANUAR
Fast den ganzen Monat über ist es grimmig kalt, es regnet und schneit nicht einmal, man spürt keinen einzigen Wind bis zum 30. Dann wird es windig, nieselig und etwas milder.
Februar
Er ist zuerst trüb und mild, vom 4. bis 6. trüb und kalt. Der 7. ist ein schöner lieblicher Tag, dem sogleich Regen und großer Wind folgt. Am 13. schneit es wieder zu, und es folgt große Kälte bis zum 3. März.
März
Kälte bis zum 3. März. Am 4. regnet es stark, am 5. schneit es abends wieder zu, darauf folgt große Kälte bis zum 20.
April
Ist kalt, trocken und unangenehm bis zum 24. Am 16. und 17. sind durch grimmige Kälte der Rosmarin und die Nelken, im Garten erfroren. Vom 24. bis Ende des Monats herrscht warmes Wetter, am 27. donnert es zum ersten Mal.
Mai
Das schöne warme Wetter dauert bis zum 5., von da an ist es drei Tage lang windig und rau. Vom 8. bis zum 18. wird es schön warm, trocken mit großer Hitze. Das Wachstum wird sehr behindert, denn die Dürre dauert bis zum 24. Am 20. ist es kalt und gefriert. Der 24. ist ein schöner warmer Tag. Von da an bleibt es schön und trocken bis zum Ende des Monats.
Juni
Er fängt schön an, vom 3. bis zum 9. regnet es. Es sind Frühnebel zu erwarten, und es gibt schöne Tage bis zum 13. Danach regnet es bis zum 22. und 23., zuletzt kommt es zu Gewitter und Regen. Vom 24. bis Ende des Monats wird es eine schöne Zeit mit herrlichen Wein- und Weizenblüte.
Juli
Er fängt an mit großer Hitze, am 4. und 5. viel Donner und Regen. Am 6. und 7. Heuwetter, vom 8. bis 12. Regenwetter, dann ein schöner Tag, danach wieder Regenwetter. Ab 21. ist es am Tag schön bis zum 27., in der Nacht aber kühl mit Reif. Am 27. und 28. gibt es Donner und Regen; es bleibt warm bis zum Ende des Monats.
August
Er fängt an mit großer Hitze, am 4. gibt es Regenwetter. Es dauert mit großen ungewöhnlichen Sturmwinden bis zum 12., dem ein schöner Tag folgt. Danach wird das Wetter unstet und wechselhaft bis zum 20. und 21. Wieder gibt es einen schönen Tag, darauf wieder Regen bis zum 26. Es bleibt recht schön und warm bis zum Monatsende.
September
Anfangs dauert das schöne Wetter fort. Am 3. und 4. regnet es heftig, danach ist das Wetter schön bis zum 20., nur unterbrochen durch Gewitter. Unterschiedliches Wetter herrscht bis zum 29., danach regnet es bis zum Monatswechsel.
Oktober
Er fängt mit Regen an bis zum 7. und 8. Nach 2 schönen Tagen ist es vom 9. bis 14. trüb und warm und regnerisch. Am 14., 15., und 16. wird es wieder schön, danach gibt es großen Regen bis zum 23. Bis zum 29. ist es wieder schön, von diesen Tag an bis zum Ende des Monats steigt Nebel auf, und es trübt sich ein.
November
Er fängt schön an, bis auf den 4. und 5., da kommt großer Wind auf. Nach 2 Tagen Regen ist es wieder schön. Am 16. fällt Frost ein. Es wird wieder trübe, bald wieder frieren bis zum 27. und Regenwetter geben bis zum Monatsende.
Dezember
Am ersten Tag wird es viel Schnee geben und es wintert auf einmal zu. Danach folgen 3 Tage mit großem ungestümen Wind. Es gibt wieder viel Schnee, bis es sich am 6. aufhellt und sehr grausam kalt wird. Das kalte Wetter dauert bis zum 20. Es folgt nun weiches Wetter mit Regen, der den ersten Schnee hinwegwäscht. In Bayern und Böhmen bleibt er liegen, am 29. schneit es wieder zu, worauf grimmige Kälte folgt.


Das Jahr 2004

Der Frühling 2004 nach dem 100jährigen Kalender
Weil im vorhergehenden Sonnenjahr die Kälte ziemlich lange dauert, gibt es einen späten Frühling. Dieser Frühling ist allezeit feucht, normal temperiert und für alle Früchte förderlich. Bisweilen aber ist es auch gar zu nass, so dass man nicht gut säen kann, besonders wo es nasse Felder hat. Ein später Frost ist nicht zu befürchten.
Der Sommer 2004 nach dem 100jährigen Kalender
Wenn die Nässe im Frühjahr nicht gar zu groß und lang anhaltend ist, folgt ein warmer, schwüler Sommer, wie er gewöhnlich zu sein pflegt. Regnet es aber ständig im Frühjahr, so folgt ein heißer, dürrer Sommer. Das geschieht selten, doch dann wächst ein Hauptwein. Es muss auch befürchtet werden, dass viel Heu und Getreide auf dem Feld bleibe und verfaule. Darum sollte man die Feiertage nachmittags nutzen, damit das Getreide hereinkomme. Notabene: Wenn es im Venusjahr einen dürren Sommer gibt, so wird das Getreide teuer. Einen dürren Sommer gibt es dann, wenn im Februar, März, April, Mai zuvor eine Sonnenfinsternis zu sehen war oder im vorigen Sonnenjahr ein Komet erschienen ist.
Der Herbst 2004 nach dem 100jährigen Kalender
Der Herbst ist gewöhnlich warm und schön, währt aber nicht lange. Darum ist mit allem Fleiß zu trachten, dass die Weinberge und auch der Winterbau zeitig gedeckt werden, denn um Mitte November wintert es gewöhnlich zu und taut vor Weihnachten auch nicht wieder auf.
Der Winter 2004 nach dem 100jährigen Kalender
Der Winter ist anfangs leidlich trocken, danach besonders vom 12. Februar bis zum Ende, ganz feucht. Es kommen große Wassergüsse, die den Häusern, Menschen und Vieh Schaden zufügen. Notabene: Obwohl die großen Regengüsse nicht immer häufig sind, so bleibt dieser Winter doch immer warm und feucht.

JANUAR
Die vorhergehende Kälte dauert an. Am 7. schneit es, am 8. wird es wieder kalt bis zum 15. Nach diesem Tag wird es mild. Von da an schneit und regnet es bis zum 23.,wonach es wieder kalt wird. Am 30. wird es wieder wärmer.
FEBRUAR
Der Februar fängt trüb an, der 4. wird ein schöner lustiger Tag. Darauf wird es unlustig, am 8. fällt große Kälte ein. Der 9. wird so kalt, wie es schon seit vielen Jahre nicht mehr gewesen war. Am 10. und 11. ist es unleidlich kalt, am 12.wird es plötzlich warm mit Regen, der den ganzen Schnee hinwegschwemmt, wodurch es zu großen Überschwemmungen kommt. Das weiche, warme Wetter dauert bis zum 27., danach ist es bis zum Ende des Monats rauh und unlustig mit Frost, Regen und Schnee. Am 15. war das Hochwasser am allergrößten, dergleichen sich kein Mensch erinnern kann, und hat vielen Orten unaussprechlich Schaden gebracht und Häuser und Menschen mit hinweggerissen.
MÄRZ
Fängt an mit Wärme und Regen und dauert also fort. Der 11. und 12. sind zwei herrliche, schöne Fastentage. Dann gibt es wieder Regen bis zum 25., danach hellt es sich auf, es wird schön und warm bis zum Ende.
APRIL
Anfangs wie vorher, am 4. Schnee. ist bald lustig, bald schön, bald wieder Regen, Schnee, Wind und unbeständig. Am 15. schön, am 16. rauhe Winde, darauf Reif und Frost bis zum 30. Dann wird es warm.
MAI
Ist zuerst schön und warm, am 6. Gewitter, Regen bis zum 17. Dann wieder feines Wetter. Vom 24. rauhe Luft bis zum 29., danach schön warm.
JUNI
Ist anfänglich warm und schön bis zum 21., bisweilen kommen Gewitter mit Regen, danach fast täglich Donnerwetter, Regen und unlustig bis zum Ende.
JULI
Ist am Anfang trüb und melancholisch, am 3. und 4. Reif, nachmittags Donner und Regen, danach schön. Am 10. wieder Regen bis zum 15., am 16. und 17. schönes Heuwetter. Danach Regen bis zum 24., dann ist es wieder drei Tage schön. Vom 27. bis 30. Donner und viel Regen, der 31. ist ein schöner Tag.
AUGUST
Es regnet von Anfang an bis zum 8.Nach einen schönen Tag wieder Regen bis zum 14., der auch schön ist. Danach schöne, warme Erntezeit bis zum 25., von da an bis zum Ende des Monats Regenwetter, außer dem letzten Tag (31.), der schön ist.
SEPTEMBER

Fängt schön an , am 3. ist es windig und trüb. Am 4., 5. und 6. hat es Reif, am 7. ist es schön. Am 8. und 9. ungeschlachtes Wetter, am 10. Reif. Am 11. Regen, danach schönes, warmes Wetter. Am 19., 20. und 21. ist es trüb mit Regen, danach ist das Wetter bis zum Ende schön.
OKTOBER
Der 1. Tag ist schön, am nächsten Tag Donner, Blitz und großer Regen. Danach unlustig bis zum 9. Ab dem 10. wird es wieder schön warm bis zum 14., nachmittags regnet es. Schöne Tage bis zum 28., dann friert es. Am 30. Schnee, am 31. ist es trüb und nieselt.
NOVEMBER
Er fängt trüb an mit kalten und rauhen Winden. Der 6. und 7. sind schöne lustige Tage, am 8. fällt Regenwetter ein, das bis zum 17. währt, an dem es hart gefriert. Am 11. schneit es den ganzen Tag, danach täglich bis zum Ende des Monats. Die letzten Tage ist es sehr kalt, der Schnee bleibt bis Weihnachten liegen.
DEZEMBER
Ab dem 2. ist es kalt, darauf schneit es täglich. Am 7. regnet es, am 9. fängt es an zu frieren und sich aufzuhellen. Vom 20. bis 25. unlustiges Regenwetter, es bleibt bis zum Ende des Monats kalt.


Das Jahr 2003

Der Frühling 2003 ist temperiert, anfänglich ziemlich feucht, besonders im April, welcher Monat sehr unterschiedlich und unstet, der Mai aber schön und trocken, zu Ende mit starkem Reif und Frost, welches Frieren weit in den Juni hinein währet. Daher muß man sehr Obacht geben, das die Schafe nicht auf den Samen gelassen und soviel wie möglich auch von den Wiesen abgehalten werden.

Der Sommer 2003 Es ist auch der Juni nicht sicher vor den Reif und daneben große Dürre. August ist anfänglich ungestüm, danach aber wiederum hell und still. Die Tage sind in diesem Sommer hitzig, die Nächte aber kühl. Ist meistenteils ein schöner Sommer, der aber mit ungestümem Wetter endet.

Der Herbst 2003 ist angenehm trocken und schön, es reift und gefriert zeitig, tagsüber aber ist es warm.

Der Winter 2003 ist mehr trocken als feucht und ziemlich, doch nicht übermäßig kalt. Fängt an mit rauhem unlieblichem Wetter, doch bald wieder besser. Dre Februar läßt sich mit lieblichen Wetter an, endet aber mit großer Kälte, die auch in den März hinein währet

JANUAR: Ist nicht aufgezeichnet worden, vermutlich aber ist er trocken und ziemlich kalt, doch nicht gar zu kalt gewesen.
FEBRUAR: Ist schön und lustig im Anfang gewesen. Den 12. bis 17. Schnee und Wind, danach bis zum Ende überaus kalt Wetter.
MÄRZ: Fängt an mit kaltem Wetter in der Frühe, abends taut es, den 7. und 8. regnet und schneit es untereinander, den 9. bis 23. gefriert es hart, 24., 25., 26. trüb und Regen, danach bis zum Ende gefroren.
APRIL: Fängt sehr schön an bis zum 5., da es regnet, kieselt und darauf gefriert; bald wieder ganz veränderlich und unstet bis zum End alle Tag, ein recht wunderlicher April.
MAI: Den ersten Tag Frost, den 2. ganz schön und warm bis auf den 22., ist unterweilen Donner und Gewitter, Wärme und Fruchtbarkeit mit unterlaufen. Den 22. trüb, unlustig und Regen, darauf Kiesel und unmild, den 29. bis zum Ende Reif, Eis und Frost. Wenn der Wein nicht so großes Laub gehabt hätte, so wäre aller erfroren.
JUNI: Anfänglich Reif und rauhe Luft, währt Reif bis auf den 7., darauf schön warm bis zum 11., da Wind, Regen, schaurig, den 13. weißer Reif und Eis gefroren, den 17. und 18. wiederum Eis und Reif, darauf warm und hitzig Wetter. Zu Ende vermischt Wetter.
JULI: Fängt an mit kühlem Wetter und vermischt bis auf den 9., da es früh gereift. Den 11. fängt heißes Wetter an bis zum Ende, die Nächte aber sind kühl gewesen, große Dürre.
AUGUST: Fängt mit warmen Wetter, vermischt danach und unlustig Wetter bis auf den 10., da schön warm hell Wetter anfängt bis auf den 29., da es bis zu Ende ungestüm.
SEPTEMBER: Fängt an mit unlustigem ungestümen Wetter und Regen bis auf den 9., da schön Wetter bis auf den 14., danach 3 Tage Regen und 3 Tage wieder schön, den 20. Regen bis auf den 25., danach schön Wetter, den 28. früh gereift, danach wieder warm Wetter bis zum Ende.
OKTOBER: Fängt mit schönem Wetter an bis auf den 7., da trübes Wetter sich erhebt, den 13., 14. und 15. schöne lustige Zeit, den 16. fängt es an zu reifen bis auf den 27., gefriert daneben, am 18., 24., 25, 26, nachmittag allzeit schön warm, den 27 bis zum Ende trüb und nebelig.
NOVEMBER: Fängt mit schönem lustigem Wetter an bis auf den 6., da Regen einfällt, von 10. bis 16. geschneiet, drei Tage schön, danach unlustig Wetter bis zum Ende.
DEZEMBER: Fängt an mit unlustigem Wetter, währt mit Trübe, Nebel und Schnee bis auf den 9., da es trocken bis zum 12., da es rauh und frostig wird bis auf den 27., da es geregnet, den 30. und 31. fein Wetter.
 


Das Jahr 2002

Der Frühling 2002 ist gewöhnlich trocken, rau und kalt. Man soll große Sorgfalt anwenden, daß die Schafe nicht mehr die Saatäcker gehen, sonst wird gar wenig wachsen. Dieser Frühling hat sehr viel Reif, raue, wilde Luft bis zum 8. Juni, die dem Weinwuchs und allen Früchten schädlich ist.

Der Sommer 2002 Der Mars hat unter allen Planeten den hitzigsten Sommer, bisweilen kann, wenn auch nicht immer, die Sonne das dürre Holz in den Wäldern vor großer Hitze anzünden. Es sind nicht allein die Tage sehr heiß, sondern auch die Nächte sind auch sehr warm; Flüsse und Brunnenquellen werden klein.

Der Herbst 2002 ist unterschiedlich, bisweilen mehr trocken als feucht. Wenn das geschieht, so wächst ein besonders guter Wein. Öfter aber ist er kühl und nass. Vor dem Advent wird es kaum Schnee geben, obwohl es im Oktober manchmal friert. Der November ist größtenteils warm.

Der Winter 2002 ist ziemlich und mehr trocken als feucht, ganz unbeständig bald große Kälte, bald Regen, bald Schnee, fast durch und durch

Januar 2002 Er fängt an mit Kälte und taut am 4. auf. Danach wird es wieder kalt. Am 15. gibt es etliche Tage Glatteis, am 19. fällt Schneeregen bis zum 27. Regenwetter vermischt mit Schnee bis Ende des Monats.
Februar 2002 Er fängt trüb an mit Regen. Am 9., 10. und 11. schönes, liebliches Wetter. Es folgen drei Tage Schnee, darauf wird es sehr kalt bis zum 27. Dann fängt es zu regnen an.
März 2002 Bis zum 7. März schneit es drei Tage, dann kommt wieder Frost. Am 10. regnet, hagelt und schneit es, danach gibt es harten Frost bis zum 19. Darauf folgt Regenwetter.
April 2002 Bis zum 16. pflegt es morgens zu gefrieren, tagsüber gibt es raues Wetter, mit Schnee vermischt. Danach ist das Wetter milder mit Regeb bis zum 22. Darauf wieder Reif und raues Wetter bis zum 29. Dann fängt es an, schön lustig und warm zu werden.
Mai 2002 Der Mai fängt am 2. Mai mit Donner an, dann folgt wieder rauhes, trübes und kühles Wetter bis zum 7. Darauf ist es drei Tage wieder mild. Am 10. gefriert es nachts. Es folgen wilde, raue ungestüme Tage mit Reif bis zum 19. Danach folgt schönes warmes Wetter. Am 29. gibt es wieder Reif, am 30. ist es gefroren.
Juni 2002 Er fängt an mit Reif, darauf folgt trübes, windiges und unbeständiges Wetter mit Regen. Die Regen aber sind alle ungeschlacht. Am 8. hat es Reif, am 9. ist es schön und warm, mit Donner bis zum Ende des Monats.
Juli 2002 Er fängt an mit großer Hitze, sowohl bei Tag als auch bei Nacht. Es gibt viel Hagel und Feuer (durch Blitze) und bleibt schön bis zum 11. Dann folgt trübes und etwas kühles Wetter mit Regen bis zum 21. Es folgt anschließend wieder warmes Wetter und es wird hell bis zum 27. Bis zum Ende des Monats regnet es.
August 2002 Am frühen Morgen steigt Nebel auf. Die Tage sind schön, warm und heiß. Der ganze Monat ist schön warm und trocken, es gibt auch einige Gewitter.
September 2002 Er fängt an mit herrlichem, schönem, warmen Wetter bis zum 13.: dann wird es etwas kühl und es gibt herbstliches Wetter mit gelegentlichen Regen. Bald darauf ist es wieder schön und lustig bis zum 27. Danach gibt es trübes Regenwetter bis zum Ende des Monats.
Oktober 2002 Er fängt an mit schlechtem Wetter bis zum 4.: dann gibt es Reif. Danach ist das Wetter wechselhaft bis zum 16., der ein schöner Sommertag ist. Am 24. gefriert es, dann kommt wieder eine schöne angenehme Zeit. Am 27. ist es hart gefroren bis zum 30.
November 2002 Es gefriert vom 1. bis zum 9.: nachmittags wird es aber gewöhnlich schön und warm. Am 9. fängt das trübe Wetter an mit Regen und Nebel und dauert bis zum 22.. Danach gefriert es wieder bis zum 29. Nachmittags aber scheint die Sonne.
Dezember 2002 Fängt mit Frost an, ist bald trüb, mit Regen und Glatteis. Am 10. Schnee. Danach ist es hart gefroren bis zum 18. Nach kzrzem Regen wird es wieder kalt bis zum Ende.


Das Jahr 2001

Der Frühling 2001 ist bis in den Mai kalt und feucht, in der Mitte zehn oder zwölf Tage wohl temperiert und angenehm, danach aber bis zum Ende kalt und Feucht.

Der Sommer 2001 ist anfänglich kalt und feucht, in der Mitte warm und gut, mit vielen Donnerwettern vermischt, zu Ende ganz heiß. Wenn es im Jupiterjahr einen dürren Sommer gibt, welches in 28 Jahren einmal geschieht, so wird darauf das Getreide teuer. Es kommt aber nie ein dürrer Sommer, es sei den, wenn im Februar, März, April oder Mai eine Sonnenfinsternis zu sehen war.

Der Herbst  2001 ist durch und durch feucht und mit stetigem Regen angefüllt. Anders wird es, wenn zuvor eine Sommerfinsternis gewesen.

Der Winter 2001 ist anfänglich wenige Tage ganz kalt und hat viel Schnee. Danach ist es bis zum Ende mild und ohne Schnee, doch mit vielen Winden erfüllt.

Januar 2001 Am 1., 2., 3. trüb und mittelmäßig kalt, am 4., 5., 6. großer Regen, am 7., 8., 9. mittelkalt, am 10. Regen und Graupelschauer. Vom 11. bis 17. ist es unbeständig mit Wind, vom 18. bis 22. Regen, kleine Güsse. Vom 23 bis Ende des Monats unbeständig mit Regen, Wind, Schnee, Nebel.
Februar 2001
Vom 1. bis 6. trüb mit Regen, Nebel, Wind. Am 7. hell und ziehmlich kalt, vom 8. bis 11. trüb mit Regen und Schnee. Vom 12. bis 16. hell und kalt, am 17. Regen oder Schnee. Vom 18. - 21. wehen kalte Winde, vom 22. bis 26. ist es hell, in der Früh kalt und gefroren, aber nachmittags lieblich. Der 27. ist trüb, nachts kalter Regen, der 28. rau und kalt.
März 2001
Vom 1. bis 7. rau, kalt und windig. Obschon kein Schnee liegt, gibt es am 18. und 19. Wind, Schnee, Regen. Am 20. und 21. ist es hell und vormittags sehr kalt; vom 2. bis 30. ist es kalt mit wenig Schnee und Wind und zuletzt Nebel.
April 2001
Er ist von Anfang kalt, am 3. und 4. sehr schön und warm. Am 6. und 7. windig und Platzregen, vom 8. bis 11. schön und warm. Am 12. Güsse und Gewitter, 13. und 14. schön, danach Regenwetter mit Donner bis 21. Den 22. rau, 23., 24., 25. sehr kalter und starker Regen, 26. bis 29. kalt, dabei trüb. 29. und 30. Regengüsse.
Mai 2001
Der 1. und 2. rau, windig und kalt, vom 3. bis 14. schönes warmes Wetter, mit wenig Donner und Regen vermischt. Vom 15. bis 22. mit Kälte, Regen und Hagel vermischt. 23. früh gefroren, 25., 26., 27. schön genug, 28., 29. kalt und etwas Regen. Am 30. gibt es den Reif und Eis, danach kalter Regen und Schnee den ganzen Tag.
Juni 2001
Fängt den ersten Tag schön an, den andern Tag große Regengüsse. Vom 4. bis 6. rau, der 7. ist ein schöner warmer Tag, der 8. ist unbeständig. Vom 9. bis 14. ist es früh kühl, abends wärmer. Am 15. regnet es Tag und Nacht, vom 16. bis 20. ist es morgens sehr kalt. Vom 26. bis zum Ende des Monats regnet es.
Juli 2001
Der 1. und 2. sind kalt und trüb, es nieselt. Am 3. und 4. warm, am 5. und 6. sehr kalt. Vom 7. bis 17. kommt eine schöne warme Zeit. Am 18., 19., 20., und 21. Regen, vom 22. bis Ende des Monats ist es schön warm und heiß.
August 2001
Vom 1. bis 6. schön warm, am 7. den ganzen Tag Regen, vom 8. bis 11. trüb und wenig Regen. Am 12. Platzregen, am 13. ist es schön, am 14. kommt nachts Reif und Eis. Am 15. gibt es Donner, Blitz und Platzregen, am 16. und 17. kalter Regen, vom 18. bis 24. ist es schön und sehr warm. Vom 25. bis 28. gibt es täglich Donner mit großem Regen, am 29. ist es schön, am 30. und 31. kommt wieder Regen.
September 2001
Vom 1. bis 4. warmes Wetter, am 4. nachts Gewitter und Platzregen. Vom 5. bis 8. ist es hell, schön und windig; am 9. wenig Regen, am 10., 11. kühl und windig. Vom 13. bis 16. regnet es, vom 17. bis 26. ist es schön warm wie im Sommer, vom 27. gibt es bis zum Ende des Monats Regen.
Oktober 2001
Vom 1. bis 14. herrscht Regenwetter, und es ist ziemlich kalt. Am 15. fällt nachts Schnee, vom 15. bis 21. gibt es Regen und Wind, danach ist es bis zum Ende fein genug und warm.
November 2001
Der 1. schön, der 2. und 3. früh gefroren und hell. Am 4., 5., 6. schöne warme Tage, am 6. die ganze Nacht Regen. Vom 7. bis 13. trüb, kalt und ein wenig Nieselregen. Den 14. ist es windig, trüb mit Regen, am 15. großer Wind mit Schnee, vom 16. bis 19. unbeständig. Vom 20. bis 27. starker Regen, bisweilen mit Schnee vermischt. Am 28. ist es ziemlich schön, am 29., 30. trüb und kalt.
Dezember 2001
Am 1., 2. zugeschneit, vom 3. bis 8. unbeständig, am 9. fällt nachts große Kälte ein, am 10. große, überaus kalte Winde und viel Schnee und Kälte. Am 11. und 12. grimmige Kälte, am 13., 14. Schnee und milder.  Der 15. ist hell und klar, vom 16. bis 19. trüb und gar nicht kalt. Am 20. ist es trüb und sehr kalt, vom 21 bis 28. Regen und mild. Geht bei uns der Schnee hinweg, bleibt er im Wald liegen. Vom 29. bis zum Ende des Monats ist es kalt mit wenig Schnee.

 


Das Jahr 2000

Der Frühling ist ganz trocken und bis in den Mai sehr kalt. Denn wenngleich der April anfänglich sich etwas zur Wärme anläßt, so fällt doch wieder Kälte ein bis in den Mai, in welchem die Tage schön, die Nächte kalt sind und daher große Dürre entsteht, obschon bisweilen ein Wetterregen mit unterläuft. Es gibt auch schädlichen Reif. Dem Ende zu erzeigt sich ein ziehmlich annehmliches und warmes Wetter, mit Regen vermischt; Gras und Blumenwerk kommen spät.

Der Sommer ist meistenteils kalt und der Augustus alle Zeit auf ein paar Wochen mit stetigem Regenwetter und daher unfruchtbar; doch ist der Heumonat über die Hälfte sehr warm und schön, im übrigen aber fast kontinuierlich feucht, Sturmwind und Platzregen, besonders wenn der vorhergegangene lunarische Sommer warm gewesen. Ist also das Getreide mit großer Vorsicht einzubringen und kein Feiertag zu schonen.

Der Herbst ist auch sehr kalt und feucht, gefriert zeitig und folgt doch wieder bald großes Regenwetter. Wenn die Hälfte des Oktober vorüber, fängt große Kälte an; aber im November ist's feucht und ziehmlich warm.

Der Winter ist anfänglich feucht mit Regen und großen Güssen, gegen den 20. Dezember wintert es zu mit großem Schnee und Kälte und gehet so fort bis in den April; daher man sich mit genügend Futter für die Schafe versehen soll, weil sie in diesem Winter nicht ausgetrieben werden können. Ebenso soll man sich auch mit Holz gut vorsehen und solches zeitig einführen lassen.

Januar
Vom 1. bis 4. trüb und mittelkalt, am 5. Schnee und Regen, der Schnee bleibt liegen. Am 6. wenig Schnee, am 7., 8., 9. ist es trüb, dann schneit es am 10. wieder. der 11., 12. sind windig und trüb. Am 13. fällt Schnee, am 14., 15., 16. ist es trüb und mittelkalt. Am 17. hell, am 18., 19. nicht so kalt. Am 20. grimmige Kälte, am 21. und 22. Wind und Schnee. Der 23. und 24. sind hell und sehr kalt. Am 25 und 26. unerhörte Kälte, am 27. bis 30. Schnee und sehr windig. Am 31. übergrimmende Kälte.
Februar
Am 1., 2., 3.,4. sehr kalt. Am 5. und 6. Schnee, nachts ist es kalt. Am 7. wird es kälter den je, und in allen Kellern gefriert es. Es bleibt sehr kalt bis zum 8. Der 9. übertrifft alle anderen Tage mit Kälte. Es sind viele Menschen, Vieh und Vögel erfroren, besonders fast alle Amseln. Der 10. ist etwas, doch grimmig kalt. Am 11., 12., 13. starker Wind und Schnee, doch sehr kalt. Der 14. ist trüb, am 15., 16. fällt ziemlich viel Schnee. Am 17. trüb, mild, nur noch wenig Schnee. Nachts ist es kalt. Am 18. trüb, am 19. warm und fein. Vom 20. bis 27. regnet es, der Schnee taut gröstenteils auf. Am 28. dieses Monats gab es etwas Bemerkenwertes: Morgens gab es eine kleine Morgenröte und ein wenig Frost, um 10 Uhr kam ein Platzregen runter, zwischen 11 und 12 Uhr war normales Wetter. Danach donnerte es nacheinander siebenmal, ein einziges Mal wetterleuchtete es. Ungefähr drei Vaterunser lang hagelte es Körner, groß wie welsche Nüsse. Einige Minuten lang regnete es, dann war alles wieder still. Es kam auch kein Wind mehr auf, am Abend schien wieder die Sonne, es war windig und ziemlich kalt. Als es dunkel werden wollte, donnerte es wieder, es kam Sturmwind auf, Platzregen und leichter Hagelschlag. In der Nacht starker Regen, vermischt mit Schnee und ständigem Wind. So endet der Monat Februar.
März
Am 1. starker Wind, früh Schnee, abends Regen und Schnee. Am 2. und 3. schöner Sonnenschein, vom 4. bis 7. Regen, am 8. trüb und windig. Der 9. ist warm, nachts fällt kalter Regen. Am 10 fällt Schnee, am 11. ist es rauh, am 12., 13. schön, aber morgends ist es hart gefroren. Am 14. Graupelschauer, am 15. und 16. hell und kalt. Der 17. ist windig mit sehr scharfer Luft ebenso wie der 18. Der 19. und 20. sind sehr kalt, es schneit heftig und ist sehr windig.
April
Ist bis 3. sehr kalt, am 4. ist ein schöner, warmer heller Tag. Vom 5. bis 8. ist es trüb mit Regen, vom 9. bis 16. sehr kalt, hell und windig, am 17. ziemlich viel Regen. Der 18., 19., 20. sind sehr rauh und kalt, der 21. wird warm und schwül. Am 22., 23., 24. ist es trüb, warm, es gibt Regen mit Sonnenschein. Am 25., 26., 27. ist schön und schwül, am 28. regnet es, danach ist es schön warm.
Mai
Am 1. Donner und Regen, am 2. ist es morgens kalt, sonst schön. Am 3. Donner und Platzregen, am 4. ist es unstet und kühl. Am 5. morgens großer Reif, der Tag ist hell und kühl. Vom 6. bis 25. ist es schön, nachts kühl, am Tag sehr warm, große Dürre. Der 26. ist rau, der 27., 28., 29. trüb mit Regen. Am 30. starker schädlicher Reif, am 31. sehr windig, abends Regen.
Juni
Vom 1. bis 3. sehr rauh und kalt, am 4., 5. kalter Regen. Am 6., 7., 8. warmer Regen mit Sonnenschein, am 9. und 10. schön, vom 11. bis 15. schwül mit Regen. Am 16. und 18. Donner und Platzregen. am 19. und 20. schön warm und feucht, die Sonne scheint. Vom 21. bis 25. Regen, am 26. und 27. herrlich schön. Am 29. ist es herrlich schön, am 30. trüb.
Juli
Der 1. ist trüb und rauh, am 2. regnet es. Vom 3. bis 9. große Hitze und schön. Am 9. nachts zwei Ungewitter und langer, schwerer Platzregen. Am 10. starker Regen, vom 11. bis 27. große Hitze ohne Regen, am 28. langer und starker Regen, auch am 30. und 31. kommt es zum Regnen.
August
Am 1. ist es trüb mit wenig Regen. Am 2., 3., 4. herrlich schön, nachts jedoch kühl. Am 5. ein Gewitter mit Donner und Platzregen, am 6. ziemlich schön, vom 7. bis 13. täglich Regen. Der 14., 15., 16 wieder schön, am 17. Donner, Sturmwind und Platzregen. Vom 18. bis Ende des Monats durchgehend starkes Regenwetter, das Getreide wächst auf dem Feld, und das Stroh verfault.
September
Vom 1. bis 8. wird es herrlich schön, am 9. nach Mitternacht ein schreckliches Wetter. Am 10. und 11. wolkig mit Regen, am 12. schön, am 13 Regen, am 14. schön warm. Am 15., 16. und 17. starkes Regenwetter, vom 18. bis 23. ist es hell, nachts kalt. Vom 24. bis 29. fällt Regen, am 30. aufgehellt.
Oktober
Am 1., 2., 3. hell, windig, morgens hart gefroren. Am 4. Regen, am 5. warm und Gewitter. Am 6. und 7. achtundvierzig Stunden lang unaufhörlich Regengüsse. Am 8., 9., 10., 11. ist es wolkig ohne Regen, am 12., 13. gibt es Reif und es friert. Am 14. ist es hell und warm, am 15. wolkig. Vom 16. bis 26. ist es wolkig ohne Frost, am 28. hat es am Morgen Nebel, nachts ist es sehr kalt wie im Winter mit Sturmwind. So bleibt es bis zum Ende des Monats, dann gibt es dickes Eis.
November
Am 1. ist es hell und klar, am 2., 3. fällt Regen, vom 4. bis 7. feines Wetter. Vom 8. bis 11. Regen, vom 16. bis 21. täglich Wind und Regen. Am 21. ist es hart gefroren, am 22. morgens kalt, am 23. wieder Regen. Der 24. ist ein schöner, lustiger Herbsttag. Am 25. ist es tags schön, nachts regnet es, wie auch am26. und 27. Am 28. und 29. schönes Wetter, am 30. ist es windig.
Dezember
Am 1. Regen und Schnee, am 2. Schnee, am 4. hellt es sich auf. Am 5. regnet es den ganzen Tag und schwemmt den Schnee hinweg. Am 6., 7., 8. ist es warm und trüb, am 9. fällt starker Regen. Der 10. ist ein herrlich schöner, warmer Frühlingstag, der 11. windig, am 12. gibt es starke Regengüsse. Vom 15. bis 18. ist es trüb, am 19. hell und gefroren. Es wintert wieder zu.Vom 19. bis 29. ist es hell, still, sehr kalt ohne Schnee. Am 30. und 31. morgens Nebel, danach trüb.

                  



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