Lostage im Februar - Hornung
- - Alle Monate im Jahr verwünschen den schönen Februar Februar - Februaris - Hornung - Narrenmond - Thaumonat - Regenmonat De Monatsbild: Fische
Die
Tageslänge
An Neujahr um einen
Hahnenschritt,
An heilig Dreikönig um einen Hirschensprung,
An Sebastian um eine ganze Stund,
An Mariä Lichtmeß merkt man erst was drum.
Hornung lautet der altdeutsche Name für Februar. In alten
Überlieferungen finden sich auch die Bezeichnungen Tau-, Schmelz- oder
Narrenmond. Den 29. Februar gibt es seit 1582, als Papst Gregor XIII. den Schalttag einführte. Seit damals haben die Jahre, die ohne Rest durch vier teilbar sind, einen Tag mehr. Schwendtage sind am 1., 3., 6., 8., und am 16.
Februar.
Ist's
an Matthias kalt, hat der Winter noch lang' Gewalt.
Matthias
bricht's Eis, hat er keins, so macht er eins.
Matthias
hab ich lieb, gibt dem Baum den Trieb.
Taut es
vor und auf Mattheis, dann sieht es schlecht aus auf dem Eis.
Wenn
neues Eis Matthias bringt, so friert's noch 40 Tage.
Wenn
noch so schön die Lerche singt, die Nacht bringt neue Plage.
25.2.
Walburga
Wenn
sich Sankt Walburgis zeigt, der Birkensaft nach oben steigt.
26.2.
Alexander
Alexander
und Leander bringen Märzluft miteinander.
28.2.
Roman
Ist
Sankt Roman hell und klar, deutet's auf ein gutes Jahr.
Bleibt
der Winter fern, so nachwintert's gern.
Der Februar baut manche Brück, der März bricht ihnen das Genick.
Der
Februar ist ein eig'ner Kauz, wenn's nicht g'friert, dann taut's.
Der
Februar muß stürmen und blasen soll das Vieh im Lenze grasen.
Der
Februar muß stürmen und blasen, soll im Mai das Vieh schon grasen.
Der
Februar sagt, zum Januar, hätt' ich die Gewalt wie du, erfrör das Kalb in
der Kuh.
Der
Februar soll anfangen wie ein Bär und ausgehen wie ein Schmer.
Der
Hornung macht Dreck, und der März holt ihn wieder weg.
Der
kleine Hornung ist der schlimmste.
Die
weiße Gans im Februar bringt Segen fürs ganze Jahr.
Ende
Februar sind die Lerchen wieder da.
Fällt
am Faschingsmontag Schnee, rufen die Apfelbäum' juchhe.
Februartau
bringt Nachtfrost im Mai.
Früher
Vogelsang macht den Winter lang.
Im
Februar hält der Marder beim Bauern seine Hochzeit.
Im
Februar müssen die Stürme fackeln, daß die Ochsen mit den Hörnern
wackeln.
Im
Februar Schnee und Regen deuten auf den Gottessegen.
Im
Februar solls stürmen, daß dem Stier die Hörner wackeln.
Im
Februar viel Sonne am Baum, läßt dem Obst keinen Raum.
Im
Hornung lieber den Wolf auf den Mist als die Mücken.
In
der Fasten leeren die Bauern Keller und Kasten.
Ist
der Februar kalt, wird der Winter nicht alt.
Ist
der Februar warm, friert man zu Ostern in den Darm.
Ist's
zu Lichtmeß klar und hell, kommt der Frühling nicht so schnell.
Je
nasser der Februar, desto nasser das ganze Jahr.
Kalter
Februar, bringt ein gutes Jahr.
Kurz
ist der Februar, aber bitter.
Läßt
der Februar Wasser fallen, so läßt's der März gefrieren.
Liegt
im Februar die Katz im Freien, kann sie im März vor Kälte schreien.
Milder
Februar, Elend das ganze Jahr.
Mücken,
die im Februar summen, gar oft lange Zeit verstummen.
Rauher
Nord(-wind) im Februar deutet auf ein gutes Jahr.
Regen im Februar bringt flüssig Dünger fürs Jahr.
Schnee
im Februar bringt Segen fürs ganze Jahr.
Singt
die Lerche im Februar hell, geht's dem Bauern an das Fell.
Sommerregen
und Ziegenmist lassen den Bauern wie er ist.
Sonnt
der Dachs sich in der Lichtmeßwoche, bleibt er vier Wochen noch im Loche.
Sonnt
sich die Katze im Februar, muß sie im März hintern Ofen gar.
Spielen
die Mücken im Februar, frieren Schaf' und Bienen das ganze Jahr.
Spielen
im Februar die Mücken, gibt's im Heustall große Lücken.
Viel
Nebel im Februar, viel Regen im ganzen Jahr.
Wenn
der Grünspecht schon im Hornung schreit, ist ein guter Lenz nicht weit.
Wenn
der Nord zu Vollmond tost, folgt ein langer, harter Frost.
Wenn
der Nordwind im Februar nicht will, kommt er sicher im April.
Wenn
die Katz im Februar in der Sonne liegt, muß sie im März wieder hinter den
Ofen.
Wenn
im Februar die Katze liegt im Sonnenschein, muß sie im März in den Ofen
hinein.
Wenn
im Februar spielen die Mücken, gibt's im Schafstall große Lücken.
Wenn's
der Februar gnädig macht, bringt der Lenz den Frost bei Nacht.
Wenn's
der Hornung gnädig macht, bringt der Lenz den Frost bei Nacht.
Wenn's
im Februar regnerisch ist, hilft's so viel wie guter Mist.
Wenn's
im Hornung nicht recht schneit, gibt's eine weiße Osterzeit.
Wie
das Wetter in den Fastnachtstagen, mag es auch sein in den Ostertagen.
Die Schwendtage
(von schwinden machen) sind im Gegensatz zu den Lostagen wahre
Unglückstage, an denen man nichts Neues beginnen durfte. Es waren obendrein
äußerst ungünstige Zeitpunkte für neue Arbeiten, für Reisen jedweder Art,
für den Beginn von Geschäften, für Hochzeiten oder Verlobungen, für den
Abschluß von Verträgen und beisüielweise für den zur damaligen Zeit
gebräuchlichen Aderlaß. Wer sich von einem Menschen trennen wollte, unternahm
dies an einem Schwendtag, ebenso wie das Roden von Land oder das Pflügen des
Ackers, damit das Unkraut nicht mehr nachwuchs. Begünstigt waren außerdem das
Putzen, Reinigen und Saubermachen.
Mit Mariä
Lichtmeß, dem ersten Fest im Jahr zu Ehren der Gottesmutter,
verbindet sich unter anderem der Brauch der Lichterumzüge, deren heller Schein
die dunkle Macht des Winters vertreibt. Wachskerzen, die an diesem Tag geweiht
werden, sollen Haus und Hof über das Jahr vor Feuer, Blitz und Hagel schützen. Früher wurden an Mariä Lichtmess alle Kerzen für das Jahr geweiht, denen damit besondere Segenskraft für Haus und Hof nachgesagt wurde. Mit dem Lichtmesstag begann das eigentliche Jahr des Bauern. Mit Winterschlaf und Stubenhocken war es nun aus, denn jetzt begann die harte Arbeit im Garten, Feld und Weinberg. Um Mariä Lichtmess (40 Tage nach Weihnachten) herum sollte jeder gute Bauer noch die Hälfte der Winterfütterung besitzen. In der Kirche werden an diesem Tag die sogenannten Donnerkerzen geweiht, die das ganze Jahr über vor Blitzschlägen und Feuerbrünste schützen sollen. An vielen Orten wird dieser Tag mit festlichen Lichterprozessionen begangen. Der Mariä-Lichtmesstag war auch der Wandertag der Dienstboten und Handwerksgesellen, die auf Wunschentlassen und wieder neu eingestellt wurden. Sie erhielten den Wenzellaib, fränkisch wenzeln heißt wandern, einen achtpfündigen Brotlaib.
Der heilige Blasius, (gehört zu den 14 Nothelfern) Märtyrer und
Schutzheiliger unter anderem gegen Halsleiden, wird mit dem sogenannten
Blasiussegen um Hilfe angerufen:
Dabei werden mit der linken Hand zwei gekreuzte Kerzen vor den Hals des
Betroffenen gehalten, der Segenswunsch gesprochen und mit der rechten Hand das
Kreuzzeichen gemacht. Übrigends Blasiusbrot soll Halsweh kurieren. Blasiussegen Beim Blasiussegen werden 2 Kerzen gesegnet und angezündet.
Der Priester hält sie dem Gläubigen kreuzweise vor den Hals und spricht dabei
ein kurzes Segensgebet. Im Volksmund spricht man daher vom so genannten
"Einblaseln".
Agathenkerzen
Haus und Hof vor Feuer bewahren. Am Gedenktag der hl. Agathe wurde früher vielerorts das Agathabrot gebacken, in der Kirche geweiht und an Arme und Kranke verteilt. Agathenbrot fütterte man dem Vieh vor dem
Weideauftrieb oder einer Kuh vor dem Kalben.
Dem Schutz der Märtyrerin Dorothea von
Cäsarea sind unter anderem die Gärtner und Blumenhändler unterstellt.
Bildlich wird die Jungfrau meist mit Blumen und Früchten sowie mit einem
Rosenkranz um die Stirn dargestellt. Die Verbindung zu den Blumen rührt daher,
daß sie während der Gerichtsverhandlung, in der sie zum Tode verurteilt wurde,
um Blumen und Obst bat und ihr dies von einem Engel gebracht wurde. Apollonia von Alexandria ist die Schutzpatronin
der Zahnärzte. Der Überlieferung nach wurden der glaubensstarken Christin
sämtliche Zähne herausgeschlagen beziehungsweise von Ungläubigen mit einer
Zange herausgerissen.
Der Valentinstag ist dem heiligen Bischof Valentin
von Terni gewidmet, dem Patron der Bienenzüchter, der Liebenden,
Verlobten und Stifter guter Ehen. Am Valentinstag sollte keine Henne gesetzt
werden, sonst werden die Küchlein krank oder sterben. Nach diesem Tag sollte
auch kein Holz mehr gefällt werden. An vielen Orten werden Grüße geschickt
oder Blumen verschenkt. Der heilige Valentin (Legende) Jeden 14. Februar wird zu Ehren des heiligen Valentin der Valentinstag gefeiert. Was jedoch die wenigsten wissen ist, dass dieser eigentlich der Schutzpatron der Imker ist. Gelebt hatte der heilige Valentin im 2. Jahrhundert n. Ch. im damaligen römischen Reich. Zu seinem Ruf aber kam er aber, weil er Paare, denen es verboten war zu heiraten, heimlich traute. Als jedoch der Kaiser davon erfuhr, ließ er Valentin gefangen nehmen und schließlich am 14. Februar köpfen. Durch zahlreiche Sitten und Gebräuche wurde er aber unsterblich und noch heute feiern Menschen auf der ganzen Welt an seinem Todestag das Fest der Liebe. Das Wetter am Tag von Petri Stuhlfeier
war altem Volksglauben nach auch für die nächsten 40 Tage
bezeichnend. Im 100 jährigen Kalender wird dieser Tag oftmals mit einem
erneuten Kälteeinbruch in Verbindung gebracht.
Landläufig wird der Matthiastag als
Vorbote des Frühlings angesehen. Ein schlimmes Omen der Matthiasnacht:
Krankheit stand einer Familie ins Haus, wenn sich Efeublätter, in eine
Schüssel mit Wasser gelegt, bis zum nächsten Morgen schwarz verfärbten oder
durchweicht waren.
Wenn der Apostel Matthias, der Patron und
Beschützer der Zimmerleute und Metzger, das Eis nicht bricht, so sagt man, er
habe seine Hacke verloren. Das Eis bricht nun nicht eher, bis der heilige Josef
- der Patron der Arbeiter und Handwerker - sie wiedergefunden und Matthias
zurückgegeben hat. Nach altem Volksglauben ist der Matthiastag wie alle Lostage
ein besonderer Orakeltag - vor allem für Liebesorakel.