pfeilunten.jpg (824 Byte)   Lostage im August - Sommermond                                                           

                    Monatsbild: Jungfrau

In der zweiten Hälfte des Monats August, der auch Ernte- oder Hitzemond genannt wird, sind die heißen Tage meist vorbei. Es kann viel regnen. In den letzten Augusttagen treten bereits die ersten vorherbstlichen kühlen Tage auf, die manchmal einen recht empfindlichen Temperaturrückgang aufweisen. Nach alter Überlieferung sollen auf einen heiteren, sehr warmen Sommer im August 14 Tage Regen folgen.

Mittwoch 15. August Mariä Himmelfahrt
23. August um 2.00 Uhr ist das Ende der HUNDSTAGE

Schwendtage  sind am 1., 17., 21., 22 und 29. August
Lostage  sind am 4., 5., 10., 15., 16., 19., und 28. August
 
       
       
1.8. Petri Kettenfeier Schwendtag
  An Petri Kettenfeier gehen die Störche fort.
  Ist's Petrus bis Laurentius (10. August) heiß, dann bleibt der Winter lange weiß
4.8. Dominikus
  An Dominik wachsen die Rüben dick.
  Hitze an Sankt Dominikus, ein strenger Winter kommen muß.
  Wenn's heiß ist an Dominikus, ein strenger Winter folgen muß.
  Je mehr der heil'ge Dominikus schürt, desto ärger man im Winter friert.
5.8. Oswald, Eva-Maria
  Oswald - Tag muß trocken sein, sonst wird teuer Korn und Wein.
  Regen an Mariä Schnee, tut dem Korn tüchtig weh.
  Wenn's an Oswald regnet, wird teuer das Getreid', und wären alle Berg aus Mehl bereit't.
  Zu Oswald wachsen die Rüben bald.
7.8. Afra
  An Sankt Afra Regen kommt dem Bauern ungelegen.
8.8. Dominikus
  Bei Hitze an Sankt Dominikus ein strenger Winter kommen muß.
10.8. Laurenz (Laurentius, Lorenz)
  An Laurenzi ist es Brauch, hört das Holz zu wachsen auf.
  Auf Sankt Laurentius Sonnenschein, folgt gutes Jahr und guter Wein.
  Die Äpfel wer'n von Lorenzi g'salzen, von Barth'lmä g'schmalzen.
  Ist es zu Laurenzi und Bartholomäi schön und heiter, so wird ein schöner Herbst folgen.
  Ist's hell um den Laurentiustag, viel Frücht' man sich versprechen mag; jedoch schlechten Wein gibt's heuer, wenn St. Lorenz ohne Feuer.
  Kommt Laurentius her, wächst das Holz nicht mehr.
  Laurenzi gut - einen schönen Herbst verheißen tut.
  Laurentius heiter und gut, einen schönen Herbst verheißen tut.
  Lorenzebrot schimmelt nicht.
  Nach Laurenzi ist's nicht gut, wenn's Rebholz jetzt noch treiben tut.
  Sankt Lorenz mit heißem Hauch füllt dem Winzer Faß und Schlauch.
  St. Laurentius gibt dem Wein das Feuer.
13.8. Hippolyth, Kassian
  Wie das Wetter an Kassian, hält es viele Tage lang.
  Wie das Wetter zu Hippolyth, so es mehrere Tage geschieht.
  Der Kassian hält das Wetter an, da freut sich der Bauersmann.
15.8 Mariä Himmelfahrt
  Mariä Himmelfahrt im Sonnenschein bringt meist viel guten Wein.
  Scheint an Maria Himmelfahrt die Sonne hell nach ihrer Art, so freuen sich des Winzers Reben, um einen guten Trunk zu geben.
  Um Mariä Himmelfahrt das wisse, gibt's die ersten Nüsse.
  Wie das Wetter am Himmelfahrtstag, so der ganze Herbst sein mag.
  Wie das Wetter zum Himmelfahrtstag, so es noch zwei Wochen bleiben mag.
  Wer Rüben will, recht gut und zart, sä sie an Mariä Himmelfahrt.
16.8. Rochus
  Wenn Sankt Rochus trübe schaut, kommt gern die Raupe in das Kraut.
19.8. Sebald
  Regnet es an Sankt Sebald, nahet teure Zeit sehr bald.
24.8. Bartholomäus
  Auf Bartholomä sä den krausen Winterkohl.
  Bartholomäus hat's Wetter parat, für den Herbst bis zur Saat.
  Bartholomä  - treibt das Kraut in die Höh'.
  Bartholmei - schüttet Äpfel und Birnen ei.
  Bleiben die Störche noch nach Bartholomä' kommt ein Winter, der tut nicht weh.
  Butter bereitet zu Bartholomä - heilt so manches Ach und Weh.
  Gewitter die nach Bartholomä kommen, werden meist heftig.
  Gewitter um Bartholomä bringen Hagel und Schnee.
  Liegt Reif um den artheltag offen, so ist ein warmer Herbst zu hoffen.
  Regen an Bartholomä tut den Reben bitter weh.
  s'gilt an Bartholomä: wer Korn hat, der sä', wer Gras hat, der mäh', wer Hafer hat, der rech', wer Äpfel hat, der brech'.
  Wie sich Bartholomätag hält, so ist der ganze Herbst bestellt.
  Wie sich das Wetter am Bartheltag stellt ein, so soll's den ganzen September sein.
  Wie's um Bartholomä wittert, so den ganzen Herbstmonat.
28.8. Augustin
  Am Augustin ziehen die Wetter hin.
  Um die Zeit von Augustin zieh'n die warmen Tage hin.
  Zu Sankt Augustin ziehen die Wetter dahin.
29.8. Johannes, Sabina
  Regen zu Johannis Enthauptung verdirbt die Nüsse.
  Was der August nicht kocht, wird auch der September nicht braten.
30.8. Felix
  Bischof Felix zeiget an, was wir vierzig Tage für Wetter han.
31.8. Raimund
  Sankt Raimund treibt die Wetter aus.

  1. An Petri Kettenfeier gehen die Störche fort.
  2. Anfang August heiß, Winter lang und weiß.
  3. August ohne Feuer macht das Brot teuer.
  4. August recht heiß, lohnt Mühe und Schweiß.
  5. August reift die Beere, September hat die Ehre.
  6. August soll sein ein Augentrost macht zeitig Korn und Most.
  7. Augustensonne, die früh brennt, nimmt nachmittags kein gutes End'.
  8. Augustsonne die früh schon brennt, nimmt nachmittags kein gutes End.
  9. Bischof Felix zeiget an, was wir in vierzig Tag' für Wetter han.
  10. Bleiben Störche und Reiher noch nach Bartholomä, kommt ein Winter der tut nicht weh.
  11. Der August ist Winters Anfang.
  12. Der August muß Hitze haben, sonst wird der Obstbaumsegen begraben.
  13. Der August vergeht, indem der Bauer mäht.
  14. Der Augusti macht den Bauern lusti.
  15. Der Augusti macht den Bauern lusti.
  16. Der Augustsonne ist nicht zu trauen.
  17. Der Tau ist dem August so not, wie jedermann sein täglich Brot, doch zieht er sich gen Himmel, herab kommt ein Getümmel.
  18. Ein Regen im August, ist für den Wald Erquickungslust.
  19. Einer Rebe und einer Geiß wird's im August nie zu heiß.
  20. Fängt der August mit Donnern an, er's bis zum End' nicht lassen kann.
  21. Fängt der August mit Hitze an, dann bleibt sehr lang die Schlittenbahn.
  22. Gedeihen Schafgarbe und Löwenzahn, ist's um den Menschen wohlgetan.
  23. Gib um Ägidi genau Acht, er sagt dir was das Monat macht.
  24. Gibt's im August keine Garben, wird man im Winter darben.
  25. Gibt's im August viel Sonnenschein, so wird die Ernte reichlich sein.
  26. Herrscht im August eine Bärenhitze, vertrocknet manchmal die letzte Pfütze.
  27. Im August beim ersten Regen, pflegt die Hitze sich zu legen.
  28. Im August ein Morgenregen wird vor Mittag sich nicht legen.
  29. Im August viel Höhenrauch - folgt ein strenger Winter auch.
  30. Im August viel Regen, ist dem Wein kein Segen.
  31. Im August Wind aus Nord jagt Unbeständigkeit fort.
  32. Ist der August freundlich und heiß, so bleibt der Winter heiß.
  33. Ist im August die Straße voll Kot, deutet das auf teures Brot.
  34. Ist Nordwind im August nicht selten, so soll er schönes Wetter gelten.
  35. Ist's im August recht trocken und heiß, so lacht der Bauer im vollen Schweiß.
  36. Ist's in der ersten Augustwoche heiß, so bleibt der Winter lange weiß.
  37. Je dichter der Regen im August, desto dünner wird der Most.
  38. Je dicker der Regen im August, je dünner der Most.
  39. Je mehr Regen im August, je weniger Wein.
  40. Macht der August den Menschen heiß, geraten sie leicht in großen Schweiß.
  41. Macht der August uns heiß, bringt der Winter viel Eis.
  42. Nach Bartholomä kommt am Berg der erste Schnee.
  43. Nasser August macht teure Kost.
  44. Nebel im August, ein kalter Winter.
  45. Sollen die Obstbäum' reichlich tragen, muß der August viel Hitze haben.
  46. Stellt sich im August Regen ein, so regnet es Honig und guten Wein.
  47. Trockener August ist der Bauern Lust ...
  48. Viel Staub im August macht dem Vieh kranke Brust.
  49. Was August nicht vermocht, kein September mehr kocht.
  50. Was der August nicht kocht, läßt der September ungebraten.
  51. Weht im August der Wind aus Nord, ziehen die Schwalben noch lange nicht fort.
  52. Wenn der Kuckuck im August noch schreit, gibt's im Winter eine teure Zeit.
  53. Wenn der Kuckuck im August noch schreit, gibt's im Winter teure Zeit.
  54. Wenn die Schwalben jetzt schon ziehen, sie vor naher Kälte fliehen.
  55. Wenn im August Nordwind weht, das Wetter lange schön besteht.
  56. Wenn im August viele Goldkäfer laufen, braucht der Wirt den Wein nicht zu taufen.
  57. Wenn's der August nicht kocht, bratet's der September nimmer.
  58. Wenn's im August aus Norden weht, beständiges Wetter vor dir steht.
  59. Wenn's im August nicht regnet, ist der Winter mit Schnee gesegnet.
  60. Wenn's im August ohne Regen abgeht, das Pferd vor leerer Krippe steht.
  61. Wenn's regnet im August, regnet's Honig und guten Most.
  62. Wer im August bewässert, bewässert auf seine Kosten.
  63. Wettert es viel im Monat August, du nassen Winter erwarten mußt.
  64. Wie der August heuer war, wird sein das nächste Jahr.
  65. Wie der August so der Februar.
  66. Wie der August war, wird der künftige Februar.

 

Der 1. August gilt als großer Unglückstag, weil der Legende nach Luzifer an diesem Tag aus dem Himmel geworfen wurde. Petrus ist Schutzheiliger der unschuldig Verfolgten und im Kerker Schmachtenden, Patron der Hirten und des Wetters.
Der heilige Laurentius oder Lorenz ist Patron der Feuerwehrleute, Köche, Bäcker, er bewahrt vor Brandwunden und Hautkrankheiten. Am Laurentiustag werden Pferde und Fluren gesegnet, Wallfahrten und Bittgänge abgehalten. Innerhalb des Hauses durfte kein Feuer gezündet werden. In klaren Sommernächten kann man am Himmel die >>Laurentiustränen<< beobachten, den Feuer sprühenden, jedes Jahr zur gleichen Zeit auftauchenden Sternschnuppenschwarm. Das hielt die alte Volksweisheit fest: >>Sankt Lorenz kommt in finsterer Nacht, ganz sicher mit Sternschnuppenpracht.<< Es ist überliefert, daß am Laurentiustag häufig regnet.
Mariä Himmelfahrt wurde als ältestes Marienfest 813 eingeführt. Nach der Legende fand man bei der Öffnung des Grabes von Maria statt des Leichnams nur Pflanzen und Blumen. Mit Mariä Himmelfahrt begann nach altem Glauben eine Zeit, in der >>alles Lebendige und Lebende in der Natur<< auf der Erde besonders gesegnet war. An diesen Tag begannen die sogenannten Frauendreißiger, 30 Tage, in denen überall feierliche Marienprozessionen stattfanden, Kräuter geweiht wurden und der Himmelskönigin Maria gehuldigt wurde.
De Tag des heiligen Rochus erinnert an den armen Pilger aus Südfrankreich, der die Gabe hatte, an Pest erkrankte Menschen durch ein Kreuzzeichen zu heilen.
Sebaldus der Patron von Nürnberg wird um Schutz vor Kälte gebeten.
Der heilige Bartholomäus erlitt einen besonders grausamen Märtyrertod. Ihm wurde beim lebendigen Leib die Haut abgezogen und dann das Haupt abgeschlagen. Mit Bartholomäus beginnt der bäuerliche Herbst. Nicht umsonst ist er der Patron und Schutzherr der Ernte, der Rinder und des Weines. Am Festtag des Heiligen wurde nicht gearbeitet.
Augustin, der Patron der Theologen, Buchdrucker und Bierbrauer wird um gute Augen gebeten.
Die jugendliche Märtyrin Sabina wird meist mit Krone, Palme und Busch dargestellt. Sie wird als Patronin der Hausfrauen und Kinder verehrt.

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