Sicherheit im Kabelnetzwerk

Zehn Gebote für den Schutz der
elektronischen Privatsphäre im Breitband-Internet
über Kabelmodem, xDSL, ISDN & Co.

4. Windows: Lauscher, Wächter, Firewalls

AtGuard
Anwender bewerten AtGuard

Dann gibt (eigentlich gab) es noch eine Firewall namens AtGuard für Windows 95, 98, NT, 2000, ME.

Andrea schreibt dazu: »Ich verwende AtGuard schon sehr lange und bin zufrieden damit. Du solltest das Rule so einstellen, daß Dein Browser (und nur Dein Browser) ALL ADDRESS auf Port 80 nutzen darf. Und eine Firewall, die nicht die Regel ›Wos da Bauer net kennt, des frißt er net‹ befolgt (also nicht defaultmäßig übersensibel und -vorsichtig eingestellt ist), ist nutzlos und unsicher.

Jede teure und vernünftige Firewall sperrt standardmäßig alle Ports, und Du mußt erst ›händisch‹ die Ports, die Du benötigst, öffnen. Das ist eine zeitraubende Angelegenheit, das stimmt, aber wenn Du es erst einmal konfiguriert hast, dann brauchst Du Dir auch keine Sorgen mehr zu machen.«

Dieses Programm sollte nicht ohne gründliche Vorkenntnisse eingesetzt werden, da durch falsche Einstellungen die Verbindung zu Servern des Internets gestört werden kann!

@Guard: Ein Firewall für Internet-PCs – Ausgezeichnete und genaue Beschreibung des Programms vom Zentralinstitut für Angewandte Mathematik D-52425 Jülich; klare Anleitungen zu Installation, Funktionen und Konfiguration sind mit Screenshots illustriert. Weitere deutschsprachige, illustrierte Beschreibung und Anleitung von der Website Anonym im Internet. Die Unofficial @Guard FAQ (englisch) verspricht weitere Aufklärung über AtGuard. Und noch eine auf AtGuard spezialisierte Web-Seite (down) mit einem User-Forum (englisch). Ein kleines Erlebnis mit AtGuard wird auch auf unserer Website bei Port Detective geschildert.

Bildschirmfoto: AtGuards Dashboard

AtGuards Dashboard ist eine Info-Leiste am Desktop,
die auf Wunsch eine Liste der Network Connects anzeigt,
und von wo aus die wichtigsten Funktionen des Programms
mit einem einzigen Klick ein- und abgeschaltet werden können

Das Produkt AtGuard wurde Ende November 1999 von Symantec Corporation übernommen und wird nun als Teil des Sets Norton Internet Security 2001 vertrieben. Unbedingt auch die Ausführungen bezüglich Symantecs Einstellung zu Spyware wie Aureate/Radiate auf unserer Website beachten!


'AtGuardNISrules' Logo und WWW-Hyperlink zum DownloadWie »lebendig« AtGuard nach wie vor ist, kann man daran erkennen, daß auch heute noch Zusatzprogramme entwickelt werden: AtGuardNISrules (Beta) ist ein Monitorprogramm für AtGuard und Norton Internet Security von Albert Janssen aus Nijmegen in den Niederlanden. Damit werden die Rules sehr übersichtlich in allen Details angezeigt. Sinnvoll, wenn viele Rules verwaltet werden müssen. Auch nach Bereichen sortiert können die Rules gelistet werden. Mit diesem kleinen Programm können AtGuards oder NIS’ Rules oder AdBlocks leicht kopiert und ausgedruckt werden. Es liest die relevanten Stellen der Registry ein und stellt die Keys in einem einzigen Fenster dar. Bildschirmfoto. Keine Installation vonnöten, AtGuardNISrules kann direkt aus dem heruntergeladenen Ordner gestartet werden.

Ist der gute alte AtGuard denn nun Freeware? In einer einschlägigen Usenet-Newsgroup wird diese sehr häufig gestellte Frage so beantwortet:

1. AtGuard is neither freeware nor shareware... AtGuard is an orphaned formerly-shareware ex-product.

2. AtGuard technology was licensed (not sold) to Symantec in the fall of 1999, following on WRQ’s decision to withdraw from the consumer market for firewall- and filtering-type products.

3. WRQ retains ownership of all intellectual property interests in AtGuard technology.

4. An installation executable ('atgd322u.exe') for the final release-grade version of AtGuard (3.22.09) remains available for download from WRQ servers. This file can only be used to upgrade a (formerly)-licensed installation of AtGuard, and new licenses for AtGuard are no longer on offer.

5. AtGuard 3.22.10 and 3.22.11 were »quick-fix« beta-quality builds, addressing some Win2000 issues, that became available for download, without provision for licensing security, shortly before WRQ decommissioned AtGuard. Installation executables for these builds are available for download from various sites if you know where to look... as with 3.22.09, the installation file is 'atgd322u.exe'.

6. The Properties dialog for 'atgd322u.exe' should include a Digital Signatures tab, and the General tab in the Digital Signature Details dialog should show that the VeriSign digital signature is authentic. If the file properties are absent an authenticated VeriSign digital signature, you are holding a »cracked« version of the file, with all the potential risks that attach thereto.

Newsgroups: comp.security.firewalls
Date: Sun, 2 Jul 2000
Message-ID: <qjq75.3872$jz4.11318@newsfeed.slurp.net>

Laut einem Artikel (siehe dort auch die Folgeartikel) in einem AtGuard-Forum sehen die beiden offiziellen Update-Dateien, die »irrtümlich« auch als Vollversion installiert werden können, folgendermaßen aus. Die Angaben der Dateigrößen für die selbstentpackenden InstallShield/PackageForTheWeb Installations-Executables wurden mehrfach gecheckt und bestätigt:

    File Name: Atgd322u.exe
    Notes: 3.22.10 Update / Installable
    File Size in Bytes: 1,546.896
    File Modified Date: 5.12.1999 19:26:52
    CRC-32: 644f49bc
    Standardized CRC-32: f997c7d7
    File Name: Atgd322u.exe
    Notes: 3.22.11 Update / Installable
    File Size in Bytes: 1,546.480
    File Modified Date: 6.1.2000 14:19:02 from WRQ
    File Modified Date: 19.12.1999 09:25:30 from Tom’s
    CRC-32: 39b13105 for both
    Standardized CRC-32: 31d7ca09 for both

Die CRC-32-Summen wurden laut dem Autor mit dem Programm LostFile 3.0 ermittelt. Das Passwort, um LostFile (wir konnten dort allerdings nur FindFile entdecken) zu authentifizieren, lautet San Fransisco (genaue Schreibweise beachten). Andere wiesen darauf hin, daß sie mit Microsofts CRC-Checker filewise.exe und WinZip dieselben Zahlen bekamen.

Die Standardized CRC-32-Summen wurden mit dem Programm CRC32 for Windows 9x/NT kalkuliert; der Download-Link zu diesem Programm, den der Verfasser in seinem zweiten Artikel angibt, funktioniert leider nicht. Kurz: Wenn einer der beiden Werte übereinstimmt, stehen die Chancen gut, daß es sich um Originalversionen handelt. In dem Thread mit den erwähnten Artikeln finden sich auch Postings mit CRC-Summen von offensichtlich gecrackten Versionen.

Jedoch keinesfalls nur darauf oder auf die Dateigröße alleine verlassen, die Authentizität unbedingt auch anhand der »VeriSign Digital Signature« wie oben beschrieben über die "Datei-Eigenschaften" der angeführten Files verifizieren! Nur dann kann man einigermaßen sicher sein, daß es sich um die offiziellen WRQ-Dateien handelt. Sie konnten wochenlang bis 17.1.2000 von einer unoffiziellen (aber von WRQ, dem Hersteller von AtGuard, unterstützten und empfohlenen) Web-Seite (URL der Redaktion bekannt, sie ist inzwischen übersiedelt) bezogen werden. Es kursieren zahlreiche Raubkopien im Internet, welche diese Signatur nicht aufweisen, und vor deren Verwendung wir – nicht nur aus legalen Gründen – ausdrücklich warnen!

Gernot schreibt uns per eMail: »Unter http://users3.50megs.com/manual1/ gibt es AtGuard 3.22.10 in DEUTSCH!« Auf eigene Gefahr, diese – von einigen AtGuard-Enthusiasten offenbar selbst adaptierte – Version haben wir nicht getestet. Alternative Download-Quelle.

Inoffizielle Download-Site der Vollversion Atgd322b11.exe, original, englischsprachig, vom wilders.org team geprüft.

Traurig aber wahr: AtGuard kann überlistet werden. Heise-News-Meldung: Trojaner spioniert E-Payment aus. Siehe dazu auch folgende Anmerkungen.


Today the biggest problem with firewalls
is not how they’re built,
but how the user configures them.

Bruce Schneier, Crypto-Gram January 15, 2001


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