Eine spezifische Deutung
von "rechts" und "links" aus ganzheitlicher Sicht, bei der
sich die Extreme keineswegs berühren:
Das „linke“ Prinzip steht für die gottlosen Ideen der Aufklärung und der darauf aufbauenden
„-ismen“ [ internationaler und nationaler
Sozialismus,
Kollektivismus,
Antisemitismus, Relativismus (nichts ist absolut, es gibt keine „Wahrheit“,
denn jeder hat Recht etc.) u.v.a ]
Das
„rechte“ Prinzip steht für die Ausrichtung des
Staates auf das Ewige und Unwandelbare; auf Gott und erkennt in ihm den
einzigen Schöpfer,
der Ordnung und
wahre Freiheit möglich macht.
Das „linke“ Prinzip steht für den Grundsatz „Alles Recht geht vom Volke aus.“
Das
„rechte“ Prinzip steht für den Grundsatz „per me reges regnant“ – „durch mich regieren
die Könige“ Inschrift auf Platte der Reichskrone
Herrschaft
legitimiert sich nicht von „unten“, sondern von „oben“. Macht wird nicht von
unten, sondern von oben (Gott)
anvertraut.
Herrschaft muß daher an erster Stelle dem „König aller Könige“ Rechenschaft
ablegen und erst an zweiter Stelle
einer politischen
Mehrheit.
Das „linke“ Prinzip lehnt die Transzendenz ab und trachtet nach einem Himmelreich auf
Erden ( Utopie ).
Das „rechte“ Prinzip erkennt die Unvollkommenheit der menschlichen Natur, aus
der heraus es keine vollkommene Gesellschaftsordnung geben kann.
Das „linke“ Prinzip definiert Wahrheit grundsätzlich über den „volonté générale“ (allgemeinen Willen).
Das
„rechte“ Prinzip erkennt ein von Gott
gegebenes Gesetz; eine transzendentale, moralische und ewig geltende Ordnung.
Das „linke“ Prinzip steht für einen rein rationalen „Vernunftglauben“. „Ich denke, darum bin ich“ Descartes
Das „rechte“ Prinzip
steht für die gegenseitige Ergänzung und „Befruchtung“ von
Vernunft und Glaube.
Das „linke“ Prinzip negiert die Notwendigkeit „stützender“ Institutionen neben dem
Staat.
Das „rechte“ Prinzip
befürwortet die Notwendigkeit einer dauerhaften,
moralischen Autorität (verkörpert durch zB. die katholische Kirche).
Das „linke“ Prinzip steht für eine
Partei, eine zentralistische Regierung, eine Sprache, eine
Rasse / Klasse, eine Einkommensstufe,
eine
Gesamtschule etc.
Das
„rechte“ Prinzip steht für die kulturelle und
sprachliche Vielfalt eines Landes (verschiedene Bräuche, Traditionen, Trachten,
Dialekte etc.),
für die
Subsidiarität historisch gewachsener Landesgliederungen (Bundesländer), für die
Person als einzigartiges, wertvolles
und freies
Geschöpf Gottes, für Leistung und Elite.
Das „linke“ Prinzip steht für
die Totalmobilmachung des Neids im Interesse von Partei und Staat -
Abschaffung aller „Privilegien”.
Das
„rechte“ Prinzip steht für die sittliche, christlich motivierte
Verpflichtung für seine sozial schwächeren Mitmenschen einzustehen
- Adel verpflichtet..
Das „linke“ Prinzip steht für das Postulat des Kollektivs und die Gleichschaltung aller
Individuen durch Radio, Zeitung, Fernsehen,
Gesamtschulen, staatliche Horte etc.
Das
„rechte“ Prinzip steht für den einzelnen
Mensch und richtet sich gegen die Gleichmacherei.
Das
„rechte“ Prinzip sieht im Menschen ein
transzendentes Geschöpf Gottes und kein immanentes „Staatseigentum“.
Das „linke“ Prinzip steht für „Alles für den Staat, alles durch den Staat, nichts
gegen den Staat.“
Das
„rechte“ Prinzip steht für „Sein Gewissen
gehörte Gott – sein Leben dem Kaiser – sein Herz den Menschen“ Grabinschrift eines hohen k.u.k Offiziers.
Sowohl das Gewissen als auch das Leben wie auch das Herz
gehört im Sozialismus und Nationalismus dem Führer, der Partei,
dem Staat.
Das „linke“ Prinzip misst Maßnahmen zum „Fortschritt“ an einer Ideologie oder der kurzlebigen
Lust und Laune einer politischen Mehrheit.
Das
„rechte“ Prinzip schließt Veränderungen
zwar nicht kategorisch aus, prüft sie aber nach deren Vereinbarkeit mit ewigen Werten
(z.B Ehe, Familie, Menschenwürde,
Recht auf Leben u.v.a) und nimmt sie vor allem graduell und umsichtig vor.
Das „linke“ Prinzip steht für relativierende Toleranz (Es gibt nicht die
Wahrheit. sondern nur persönliche Wahrheit.)
Das „rechte“ Prinzip
steht für wortwörtliche Toleranz (tolerare = ertragen, aushalten),
die einem erkannten Irrtum nicht mit Hass, Mord, Spott
usw. sondern dem Irrenden im
(leidenden) Ertragen seines Irrtums, mit Liebe und Achtung seiner
Menschenwürde und
Einzigartigkeit als Geschöpf Gottes
begegnet und versucht ihn von der erkannten Wahrheit zu überzeugen.
Das „linke“ Prinzip steht für eine moderne und progressive Kulturpolitik.
Das
„rechte“ Prinzip steht moderner Kunst und
Kultur eher skeptisch gegenüber und setzt sich für die Pflege des kulturellen
Erbes ein.
Das „linke“ Prinzip steht für die allgemeine Berufstätigkeit der Frau und die
Erziehung der Kinder durch staatliche Einrichtungen.
Das „rechte“ Prinzip
steht für familiengerechte Arbeit und Förderung der
Kindererziehung durch deren Eltern.
Das „linke“ Prinzip ideologisiert und verdinglicht Familie: (Zucht von „Futter“ für
Partei, Volk, Führer, wirtschaftlichen Fortschritt, staatliche
Wohlfahrt...)
Das „rechte“ Prinzip
sieht in der selbstständigen und freien Familie die
kleinste Einheit und Keimzelle einer gesunden Gesellschaft.
Das „linke“ Prinzip befürwortet eine rechtlich anerkannte Homo-Partnerschaft.
Das „rechte“ Prinzip
lehnt eine eingetragene Homo-Partnerschaft ab.
Das „linke“ Prinzip steht für das Recht auf Abtreibung.
Das „rechte“ Prinzip
steht für das fundamentale Recht auf Leben von der
Empfängnis bis zum natürlichen Tod.
Das „linke“ Prinzip steht für eine staatlich dominierte Planung und Führung der
Wirtschaft (Sozialismus) aber auch für die Förderung des
„Wettbewerbs“
unter den einzelnen Wirtschaftsgebilden, nach den Prinzipien zügelloser
Konkurrenzfreiheit, maximalem Profit und
Laisser faire (Neoliberalismus).
Das „rechte“ Prinzip steht für die
Förderung der "Kooperation" einzelner Wirtschaftsgebilde nach den
Prinzipien Selbsthilfe (solidarische Hilfe),
Selbstverwaltung (Subsidiarität) und
Gemeinwohlwahrung, in einer freien Marktwirtschaft.