Die Grundzüge des
Marxismus
„Einen Thron will ich mir auferbauen,
kalt und riesig soll sein Gipfel sein, sein Bollwerk sei ihm übermenschlich
Grauen, und sein Marschall sei die düst're Pein !
Wer mit gesundem Auge darauf sieht,
soll tödlich blaß und stumm sich wenden, von blinder, kalter Sterblichkeit
ergriffen, soll das Glück sein Grab bereiten."
Karl Marx („Des
Verzweifelnden Gebet“)
Karl
Marx (19. Jahrhundert) war der „Schöpfer“ des Marxismus. Karl Marx kann
man nur unter den entsetzlichen Verhältnissen seiner Zeit verstehen. Sein Kampf
galt der Beseitigung des Kapitalismus und in seine Lehre ging ein, was diesem
Kampf nützlich war.
Zunächst
zu seiner Person:
Marx war ein Nachkomme einer uralten Rabbinerdynastie,
also eigentlich so was wie ein jüdischer Aristokrat. Er verbrauchte als Student pro Jahr ca. 700 Taler,
während nur 5 Prozent der Bevölkerung damals über ein Jahreseinkommen von 300
Talern verfügten !
Für seine Töchter empfand
Marx den Umgang mit Proletariern als „kaum geeignet.“
Es ist bekannt, daß er
oft an Fuchsjagden der upper-class zu Pferde teilnahm und Mitglied bei der Landsmannschaft der Trier Bonn war.
Die wenigen, ihm
persönlich bekannten Arbeiter verachtete er und beschimpfte sie in seinen
Briefen als „Knoten“ und „Straubinger.“
Karl Marx & Friedrich
Engels Briefwechsel (4.Bände 1949)
Der
von Marx geschaffene historische Materialismus (Histomat), definiert den
Menschen über die Arbeit... so wie es im übrigen auch der Kapitalismus tut. Beiden
fehlt daher der Sinn für Menschenwürde, Recht auf Entfaltung, Freiheit,
Sicherheit... etc.
Ist
der Mensch über die Arbeit definiert, so sind auch die Bedingungen der Arbeit
ein Bestandteil der Definition.
Die
Arbeit des Menschen bestimmen zwei Kräfte:
Die
Produktivkräfte: Gemeint sind damit die
Arbeiter mit ihrem Wissen und ihrem Werkzeug.
Die
Produktionsverhältnisse: Gemeint
sind die gesellschaftlichen Umstände der Produktion.
Während
in der Urgesellschaft alle Produktionsmittel das Eigentum aller waren
(was mir gehört, gehört Dir. Was Dir gehört, gehört mir.
Marx
bezeichnet diese Epoche als Ur-Kommunismus) entwickelte sich das Privateigentum.
Der
Eigentümer der Produktionsmittel herrscht über die Arbeiter, die für ihre
Arbeit eben an diese Produktionsmittel angewiesen sind.
Es
entsteht folglich eine Klassengesellschaft von Eigentümern der Produktionsmittel
und Ausgebeuteten.
Der so
genannte Klassenkampf zwischen den Eigentümern der Produktionsmittel
(Kapitalisten) und den Ausgebeuteten, zieht sich wie ein roter Faden durch die
gesamte Geschichte und findet erst im Kommunismus sein Ende, wenn die
proletarischen Massen eine klassenlose Gesellschaft errichten und dabei das
Grundübel der Welt (das Privateigentum an Produktionsmitteln) abschaffen und es
dem Vater Staat übertragen.
Gleich
nach der Überwindung des Kapitalismus verwandeln sich alle Bürger in gleich
bezahlte Angestellte des Staates.
Der
Mensch ist also durch seine Arbeit definiert, dass heißt sein Leben geht in
diese Arbeit, in das hergestellte Produkt ein.
Jeder
entfremdet sich in seine Arbeit.
Das
heißt ein Schuster entfremdet sich (gibt etwas von seinem ich) in dem von ihm
geschneiderten Rock, ein Schuster in seine Schuhe,
ein
Koch in seinen Gulasch, ein Lagerarbeit in seine gestapelte Kisten, ein
Bombenbastler in seine Bomben.
Im
Kapitalismus gehört dieses Produkt aber nicht dem Arbeiter sondern dem
Kapitalisten, der den Arbeiter und dessen Ware als Produkt sieht.
Wie
das alles verhindert werden soll, können wir in Marx’s Kommunistischem
Manifest lesen:
„
Der nächste Zweck des Kommunismus ist die Bildung des Proletariats zur Klasse,
Sturz der Bourgeoisieherrschaft, Eroberung der politischen Macht durch das
Proletariat....Was den Kommunismus auszeichnet, ist die Abschaffung des
bürgerlichen Eigentums. Das Proletariat wird seine Herrschaft dazu benutzen,
der Bourgeoisie nach und nach alles Kapital zu entreißen, alle
Produktionsinstrumente in die Hände des Staates zu zentralisieren.
Die Kommunisten
verschmähen es, ihre Ansichten und Absichten zu verheimlichen. Sie erklären
offen, dass ihre Zwecke nur erreicht werden können durch den gewaltsamen
Umsturz aller bisherigen Gesellschaftsschichten...Die Proletarier haben nichts
zu verlieren als ihre Ketten. Sie haben eine Welt zu gewinnen. Proletarier
aller Welt, vereinigt euch.“
Das Proletariat kann sich jedoch logischer weise nicht selbst befreien sondern bedarf dazu der kommunistischen Partei. Die Partei ist Gewissen, Bewusstsein und Denkinstanz des Proletariats.
Marx
meint: „Sittlich ist, was der Zerstörung der alten Ausbeutergesellschaft
dient...“
Somit
ist dies der einzige Wertmaßstab marxistischer Moral. Natürliche Folge ist,
dass man jede Schweinerei, jedes Massaker, das zur „Zerstörung der alten
Ausbeutergesellschaft dient...“ wunderbar in eine gute Tat umdeuten kann.
Zu
Schluss, will ich noch ein Zitat von Abraham Lincoln , dass sehr gut zum Thema
passt, vorlesen:
Ihr werdet die Schwachen
nicht stärken, indem ihr die Starken schwächt Ihr werdet denen, die ihren
Lebensunterhalt verdienen müssen, nicht helfen, indem ihr die ruiniert, die sie
bezahlen. Ihr werdet keine Brüderlichkeit schaffen, indem ihr Klassenhass
schürt. Ihr werdet den Armen nicht helfen, indem ihr die Reichen ausmerzt. Ihr
werdet mit Sicherheit in Schwierigkeiten kommen, wenn ihr mehr ausgebt als ihr
verdient. Ihr werdet kein Interesse an den öffentlichen Angelegenheiten und
keinen Enthusiasmus wecken, wenn ihr dem Einzelnen seine Inititiative und seine
Freiheit nehmt. Ihr könnt den Menschen nie auf Dauer helfen, wenn ihr für sie
tut, was sie selber für sich tun sollten und können.“